Anwenderinterview mit Kay: Die exomotion® hand one und sein Alltag mit ALS

Kay ist 50 Jahre alt, lebt in Osnabrück und hat ALS. Dank der exomotion® hand one GEN2 Handorthese kann er seit September 2025 alltägliche Dinge wieder selbstständig erledigen. Im Anwenderinterview erzählt Kay von seinen Erfahrungen, Alltagstipps und seinem ganz persönlichen Highlight: Endlich wieder seinem Freund die Hand reichen zu können. Seine Botschaft: Niemals aufgeben!
exomotion hand one Anwender Kay

Diagnose ALS: Kay erzählt von seinem neuen Alltag

Kay ist 50 Jahre alt, stammt ursprünglich aus Bielefeld und lebt heute in Osnabrück. Seine Diagnose: Amyotrophe Lateralsklerose, kurz ALS. Diese neurodegenerative Erkrankung führt zum fortschreitenden Verlust der Muskelkraft, insbesondere auch in den Händen. Dadurch ist für Kay der Alltag eine besondere Herausforderung, denn viele kleine und scheinbar selbstverständliche Tätigkeiten werden zur Hürde. Seit Mai 2025 nutzt Kay die exomotion® hand one – eine Handorthese, die speziell darauf ausgelegt ist, Menschen mit nichtfunktionaler Greiffunktion zu unterstützen. Kay berichtet, wie sich sein Leben mit dieser Unterstützung geändert hat und gibt wertvolle Alltagstipps für Betroffene mit ähnlichen Einschränkungen. Es geht um Lebensqualität, um Handlungsfähigkeit und darum, wie sich der Alltag durch technische Hilfsmittel und clevere Strategien gestalten lässt.

Der Alltag mit ALS und die Bedeutung der Greiffunktion

ALS ist eine Erkrankung, die langsam aber stetig die Lebenswelt der Betroffenen verändert. Als Kay die Diagnose erhielt, stand für ihn fest: Er möchte so lange wie möglich eigenständig bleiben. Die Erkrankung bewirkt, dass die Muskulatur in den Armen und Händen nach und nach schwächer wird. Die Bewegungseinschränkungen nehmen zu. Besonders die Greiffunktion ist für viele der Patienten ein kritischer Punkt: Wenn die Hand nicht mehr zupackt, werden viele normale Tätigkeiten unmöglich. Gläser abstellen, Lebensmittel anheben, beim Kochen Gegenstände halten – diese Tätigkeiten erfordern Fingerfertigkeit.

Für Betroffene wie Kay ist der Alltag eine Aneinanderreihung von neuen Herausforderungen. Finger können sich nicht mehr schließen, das Handgelenk ist instabil, das Festhalten von Dingen gelingt nicht mehr. Viele Patienten berichten, dass sie einfache Aufgaben, wie das Tragen eines Wäschekorbs oder das Aufheben eines Kissens, aufgeben mussten. Oft bedeutet dies deutlichen Rückzug aus dem Alltag, was sich auf die Lebensqualität und die seelische Gesundheit auswirkt.

Hilfe im Alltag: Kay und seine Erfahrungen mit der exomotion® hand one

Im Mai 2025 bekam Kay die exomotion® hand one als Hilfsmittel und kann dank der Orthese einige Dinge wieder selbst in die Hand nehmen kann: Beim Kochen hält er Verpackungen fest, er kann Gläser anheben oder abstellen und fühlt sich im Alltag unabhängiger. Besonders hebt er hervor, wie wichtig es ist, diese kleinen Routinen zurückzugewinnen. 

Sein persönliches Highlight mit der Orthese:

„Meinem Freund die Hand zu reichen und zu drücken“.

Für Menschen mit nichtfunktionaler Greiffunktion sind genau diese Gesten Teil der zwischenmenschlichen Kommunikation – sie schaffen Nähe und Verbundenheit.

Neue Perspektiven für den Alltag: Selbstständigkeit durch gezielte Unterstützung

Kays Erfahrungen zeigen, wie sehr moderne Hilfsmittel und strukturierte Alltagstipps die Lebensqualität von betroffenen Patient*innen verbessern können. Die exomotion® hand one kann es ermöglichen, alltägliche Handlungen eigenständig durchzuführen und so ein hohes Maß an Selbstständigkeit zu bewahren. Das aktive Erleben des eigenen Alltags, das Übernehmen von Tätigkeiten und das Wiedererlangen von Gesten zwischenmenschlicher Nähe tragen nachhaltig zum Wohlbefinden bei. Langfristig kann der Einsatz solcher Orthesen dazu beitragen, soziale Teilhabe zu erhalten und psychische Belastungen zu mindern. Der Alltag wird wieder zu einem Feld persönlicher Gestaltung und aktiver Lebensführung – eine neue Lebensqualität wird erfahrbar und eröffnet Perspektiven, die weit über technische Assistenz hinausgehen.

Kays Botschaft an andere Betroffene

Kay möchte anderen Menschen mit ähnlichen Einschränkungen Mut machen:

„Niemals aufgeben!“

Seine Geschichte zeigt, dass es trotz einer ALS-Diagnose möglich ist, durch den Einsatz moderner Hilfsmittel wie der exomotion® hand one ein Stück Selbstständigkeit und Lebensqualität zurückzugewinnen.

Fazit: Gemeinsam Alltag neu gestalten mit der exomotion® hand one

Kays Geschichte zeigt eindrucksvoll, wie ein aktiver, selbstbestimmter Alltag trotz Handlähmung durch ALS wieder möglich wird. Doch Kay ist nicht der Einzige, der mit der exomotion® hand one neue Wege geht: Auch Kjeld, Claire, Tatjana, Helmut und Elias berichten von ihren persönlichen Erfahrungen und den neuen Chancen, die ihnen das Hilfsmittel tagtäglich eröffnet.

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