Wie die exomotion® hand one im Alltag unterstützen kann – das Anwenderinterview mit Markus

Markus ist 30 Jahre alt, lebt in Möckmühl bei Heilbronn und hat seit seiner Geburt eine Plexusparese brachialis. Betroffen ist vor allem sein linker Arm und seine linke Hand: Ihm fehlt Kraft, Gefühl und die Möglichkeit, Dinge sicher festzuhalten oder wieder loszulassen. Im Anwenderinterview erzählt Markus, wie ihn die exomotion® hand one im Alltag unterstützt und warum besonders ein Moment mit den Schildkröten seiner Freundin für ihn so viel bedeutet.
Anwender Markus Portrait

Seit der Geburt eingeschränkt: Wenn die Hand im Alltag nicht richtig mitmacht

Bei Markus entstand die Lähmung durch ein Geburtstrauma. Die genaue Diagnose lautet Plexusparese brachialis. Seit 30 Jahren lebt er damit, dass sein linker Arm und vor allem seine linke Hand nur eingeschränkt funktionieren. Im gesamten Arm hat Markus weniger Gefühl, außerdem fehlt ihm die Kraft, Dinge über längere Zeit festzuhalten oder gezielt wieder loszulassen.

Das hatte im Alltag immer wieder Folgen. Weil ihm das Gefühl in den Nerven fehlt, kam es häufiger zu kleinen Unfällen oder Verletzungen, die er zunächst gar nicht bemerkte. Gleichzeitig musste Markus für viele Tätigkeiten eigene Lösungen finden. Was für andere selbstverständlich ist, bedeutete für ihn oft Anstrengung, Umwege oder Körperakrobatik.

Besonders schwierig waren alltägliche Handgriffe wie Brötchen schneiden, Einkaufstaschen tragen oder Dinge sicher halten. Auch die Körperhaltung wurde dadurch belastet. Markus beschreibt, dass er sich über viele Jahre selbst helfen musste, oft auf Kosten seiner körperlichen Gesundheit.

Alleine zurechtkommen und trotzdem den Wunsch nach mehr Leichtigkeit behalten

Bevor Markus mit seiner Freundin zusammenzog, lebte er acht Jahre alleine. In dieser Zeit musste er im Alltag selbst klarkommen und viele Situationen mit viel Improvisation meistern. Auch heute ist ihm Selbstständigkeit sehr wichtig. Er möchte Dinge nicht nur irgendwie schaffen, sondern sie mit mehr Sicherheit und weniger Anstrengung erledigen können.

Gerade Tätigkeiten, bei denen beide Hände gebraucht werden, waren für Markus lange eine besondere Herausforderung. Dazu gehören Einkaufstaschen in die Wohnung tragen, etwas festhalten und gleichzeitig mit der anderen Hand handeln oder beim gemeinsamen Alltag aktiv mithelfen.

Mit der exomotion® hand one kann Markus seine linke Hand heute in vielen Situationen einsetzen, wie es ihm vorher nicht möglich war. Dadurch fallen ihm alltägliche Aufgaben leichter, und er beschreibt, dass er eine innere Gelassenheit gewonnen hat, die er so vorher nicht kannte.

Gerade Aufgaben, bei denen beide Hände gebraucht werden, waren nach dem Schlaganfall eine große Herausforderung. Dinge tragen, festhalten, greifen oder stabilisieren – all das gehört zu einem normalen Alltag dazu. Mit der exomotion® hand one kann Matthias heute wieder aktiver mithelfen und Tätigkeiten übernehmen, die direkt nach dem Schlaganfall nicht möglich gewesen wären.

Der Weg zur exomotion® hand one: Von der REHACARE zum Versorgungspartner

Von HKK Bionics und der exomotion® hand one erfuhr Markus im Umfeld der Messe REHACARE. Im Vorfeld hatte er sich über seinen damaligen Arbeitgeber informiert und stieß dabei auf HKK Bionics. Die technische Möglichkeit, eine gelähmte Hand motorisiert beim Greifen zu unterstützen, bewegte ihn sehr.

Markus erzählt, dass er in den ersten zwei Stunden nur Tränen in den Augen hatte, weil ihm bis dahin nicht bewusst war, wie weit die Technik bereits ist.

Nach der Messe informierte er sich weiter auf der Website und suchte sich ein Sanitätshaus in seiner Nähe aus. Gemeinsam mit dem Sanitätshaus Seitz und HKK Bionics wurde anschließend die Versorgung auf den Weg gebracht.

Intuitive Bedienung und mehr Möglichkeiten durch verschiedene Griffmuster

Besonders gut gefällt Markus an der exomotion® hand one die Funktion im Alltag. Er kann seine linke Hand wieder aktiv einsetzen und Dinge greifen, halten und loslassen. Auch die verschiedenen Griffmuster sind für ihn ein großer Vorteil, weil sie ihm mehr Anwendungsmöglichkeiten eröffnen.

Die Bedienung empfand Markus von Anfang an als intuitiv. Schon beim Screening hatte er nach kurzer Zeit das Gefühl, die Orthese nicht mehr ausziehen zu wollen. Für ihn war schnell spürbar, welche Möglichkeiten sich dadurch im Alltag ergeben könnten.

Heute unterstützt ihn die exomotion® hand one bei ganz unterschiedlichen Tätigkeiten. Markus kann zum Beispiel wieder Einkaufstaschen eigenständiger in die Wohnung tragen. Auch Situationen, die für ihn persönlich viel bedeuten, sind wieder leichter möglich: Videospiele spielen und gleichzeitig etwas trinken oder seinen Gästen Kaffee servieren. Gerade solche Momente geben ihm das Gefühl, aktiver und selbstverständlicher am Alltag teilnehmen zu können.

Kleine Alltagssituationen mit großer Bedeutung: Die Schildkröten füttern

Ein besonders schöner Moment mit der exomotion® hand one ist für Markus das Füttern der Schildkröten seiner Freundin. Früher war genau das schwierig, weil ihm die Funktion in der linken Hand fehlte. Heute kann er mit beiden Händen mithelfen.

„Mit beiden Händen meiner Freundin beim Füttern der Schildkröten zu helfen.“

Für Markus ist das mehr als nur eine kleine Alltagssituation. Es bedeutet, gemeinsam etwas zu tun, Unterstützung geben zu können und nicht nur zuzusehen. Genau solche Momente zeigen, wie wertvoll mehr Selbstständigkeit im Alltag sein kann.

Markus’ Geschichte macht deutlich, dass es oft nicht nur um große Veränderungen geht. Es sind die kleinen Handlungen, die einen Unterschied machen: Einkaufstaschen tragen, Kaffee servieren, beim Spielen etwas trinken oder den Schildkröten der Freundin beim Füttern helfen. Die exomotion® hand one unterstützt Markus dabei, seine linke Hand wieder besser in den Alltag einzubinden und mehr Leichtigkeit zurückzugewinnen.

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